Montag, 24. November 2014

Die Perspektive von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist anders!

Nun darf ich sie mir auch aufsetzen. Die U28-Brille des BDKJ. Das mache ich sehr gerne. Denn diese Brille steht nicht für größere Sehkraft, sondern für einen neuen Blickwinkel. Und wer wechselt nicht schon mal gerne seine Perspektive?
Aber wie es so ist mit neuen Brillen: Es dauert eine gewisse Zeit, sich daran zu gewöhnen. Obwohl Brillen ja in der Regel nichts Neues zeigen. Meist zeigen Sie etwas, was man früher auch ohne Brille nicht anders gesehen hat.
Also rasch aufgesetzt. Passt noch! Meine Studienzeit ist zwar schon ein paar Jahre her, aber der Blickwinkel eines Jugendlichen ist mir noch nicht ganz fremd. So sehr mich das beruhigt, ich merke doch schnell: Der Blick durch die U28-Brille ist ein anderer.
Erstes Zwischenfazit: Es hat sich etwas geändert in den letzten Jahren. Zumindest mein Blick darauf. Die Perspektive von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist anders. Es ist gut, dass der BDKJ dies mit Aktion und Brille in Erinnerung ruft.

Ich wage den Blick auf meine nächste Arbeitswoche durch die Brille. Ich habe ein vielfältiges Programm vor mir. Es geht um Entscheidungen in der Kommune, um Nahverkehr und Sozialarbeit, um innerörtliche Entwicklung, Ärzteversorgung im ländlichen Raum - und dabei immer wieder um Finanzen. Denn das alles muss bezahlt werden. Am Besten ohne neue Schulden, denn diese werden die heute jungen Menschen irgendwann zurückzahlen müssen.
Meine Arbeitswoche dreht sich weiter um schnelles Internet in unserem Land, den geplanten Jugendkanal im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und um grenzüberschreitende Rundfunkangebote. Es wird auch um Erinnerung gehen, zum Beispiel daran, dass vor 100 Jahren ein Krieg in der heute so friedlichen Mitte Europas begann. Oder an das unsägliche Leid, das auch in unserer Heimat viele Menschen durch Krieg, Verfolgung und Rassismus erleiden mussten. Mich erwartet nächste Woche ein sehr bunter Strauß an Themen. Es ist vieles dabei, was junge Menschen ganz unmittelbar betrifft. Genau betrachtet würde ich sogar sagen, dass nichts dabei ist, was junge Menschen überhaupt nicht betrifft
Zweites Zwischenfazit: Ich werde immer mal wieder durch die Brille des BDKJ blicken, wenn ich mitentscheide. Nächste Woche und darüber hinaus.
Für heute setze ich die U28-Brille aber erst mal wieder ab und meine normale Weitsicht-Brille wieder auf. Ja, ein Perspektivenwechsel tut gut. Und er ist wichtig, wenn man nicht nur ausgetretene Pfade gehen will. Aber dennoch bleibt eine Brille immer nur ein Hilfsmittel. Und auch die U28-Brille des BDKJ kann den Blick eines Jugendlichen nicht ersetzen.
Drittes Zwischenfazit: Es ist wichtig, dass junge Menschen mitgestalten, ihre Meinung einbringen und dabei sind, wenn über unsere Gesellschaft beraten und entschieden wird. Aus diesem Diskurs aller Generationen und Erfahrungen entstehen gemeinsame Perspektiven, die uns alle weiterbringen.
Ich freue mich auf meinen nächsten Blick durch die Brille. Viel mehr freue ich mich aber auf lebendige Debatten mit Euch! Damit uns allen die Zukunft lacht!

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