Dienstag, 23. Dezember 2014

Keine Chance für Extremisten

Aktiv gegen Verfassungs- und Demokratiefeindlichkeit:
Marlies Kohnle-Gros (CDU) macht sich stark für
Prävention und Ausschöpfung aller rechtlicher Möglichkeiten.
Ob im Sportverein, in der Schule oder im Berufsleben: Die Mehrheit der Muslime ist in Rheinland-Pfalz gut integriert und distanziert sich von Hass und Gewalt aus religiösen Motiven. Gleichzeitig zeigen aktuelle Meldungen des Verfassungsschutzes, dass die Zahlen derer, die eine freiheitliche, demokratische Grundordnung nicht respektieren, steigen.
Der Verfassungsschutz zählte jüngst in Deutschland über 6.000 Salafisten und die Szene erfährt rasenden Zulauf – vor allem durch junge, muslimische Männer. Auch in Rheinland-Pfalz. In nur wenigen Jahren hat sich die extremistische Gruppe damit vervielfacht. Und ihre Anhänger werben aktiv um neue Mitglieder.
Aus meiner Sicht müssen wir an zwei Stellen ansetzen: Prävention insbesondere bei jungen Menschen auf der einen, konsequente Ausschöpfung rechtlicher Möglichkeiten bei verfassungs-und demokratiefeindlichen Aktivitäten auf der anderen Seite. Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wenn Jugendliche in Rheinland-Pfalz von Extremisten radikalisiert und für den bewaffneten Kampf im Ausland angeworben werden. Es bedarf deshalb frühzeitiger und niedrigschwelliger Hilfsangebote für diese jungen Menschen und ihrer Familien. Eine nachhaltige Strategie zur Verhinderung von Radikalisierungsprozessen gelingt nur gemeinsam mit den islamischen Religionsgemeinschaften. Eltern , die eine Radikalisierung ihres Kindes befürchten, gehen im Regelfall nicht auf nächste Polizeirevier. Ein vertrauensvoller, geschulter Ansprechpartner in den Gemeinden wäre deshalb ein wichtiger  Ansatzpunkte.

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